Verbundwerbung auf dem Prüfstand:
01/02/2000
Biohandel / Februar 2000 / Branche
An der Motivation hapert’s noch
1,4 Prozent vom Umsatz gab das durchschnittliche Naturkostgeschäft im Jahr 1998 für Werbung aus. Die Zahl ist seit 1994 ziemlich konstant (die Schwankungen liegen zwischen 1,2 und 1,4), doch sie offenbart einen Engpass. Nach Ansicht des Marketingexperten Martin Fütterer reichen die entsprechenden Summen nicht aus, um sich einigermaßen ins Gespräch zu bringen. Da aber mehr Geld in vielen Fällen einfach nicht zur Verfügung steht, bietet Verbundwerbung à la Naturing oder Nieb die Chance, die vorhandenen Mittel effektiver einzusetzen. Was solche Konzepte bringen, war Thema eines Workshops im Rahmen des WiN-Projekts (Wachstum im Naturkosthandel, siehe Randnotiz).
Martin Fütterer, Horst Hartmann, Peter Gutting
...
Eingeladen zu der Tagung waren Vertreter der Verbundwerbesysteme, WiN-Projektteilnehmer, interessierte Einzelhändler, weitere Großhändler sowie Medienvertreter. Für jedes Konzept stellten die Verantwortlichen ihre Ziele und Arbeitsweisen dar, anschließend sprachen Einzelhändler über ihre Erfahrungen. Wir fassen im Folgenden die Statements zusammen.
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Detlef Stoffel, Nieb, 330 bis 340 Läden. „Unsere Chance liegt in der Unterscheidung”, sagte mit Blick auf das Ökoprüfzeichen (ÖPZ) der Geschäftsführer der Marketingagentur MfN (Marketing für Naturkost). Diese setzt das Konzept im Auftrag von 13 Regionalgroßhändlern um. Überhaupt möchte Nieb (Naturkost is(s)t einfach besser) nicht den LEH imitieren, sondern Naturkost über konsequente, kompromisslose Qualität profilieren. Entsprechend gibt es kein Dauer-Niedrigpreis-Segment, die Werbematerialien setzen mehr auf Inhalte als auf den Preis. Verstärken will Nieb die Kundenbetreuung und Beratung. Es komme immer wieder vor, dass die Werbematerialien einfach unter der Theke liegen bleiben, berichtete Stoffel. Außerdem überlegt man bei Nieb, wie man das Geschmacksproblem in den Griff bekommen will. Denn wenn einem Händler das Material nicht gefalle, könne er auch nicht dahinter stehen. Die beste Möglichkeit ist daher in den Augen von Stoffel ein Baukastensystem, aus dem der Händler auswählen kann. Das Nieb-Konzept wendet sich an Fachgeschäfte mit Vollsortiment, die den BNN-Standards entsprechen sollen.
An der Motivation hapert’s noch
1,4 Prozent vom Umsatz gab das durchschnittliche Naturkostgeschäft im Jahr 1998 für Werbung aus. Die Zahl ist seit 1994 ziemlich konstant (die Schwankungen liegen zwischen 1,2 und 1,4), doch sie offenbart einen Engpass. Nach Ansicht des Marketingexperten Martin Fütterer reichen die entsprechenden Summen nicht aus, um sich einigermaßen ins Gespräch zu bringen. Da aber mehr Geld in vielen Fällen einfach nicht zur Verfügung steht, bietet Verbundwerbung à la Naturing oder Nieb die Chance, die vorhandenen Mittel effektiver einzusetzen. Was solche Konzepte bringen, war Thema eines Workshops im Rahmen des WiN-Projekts (Wachstum im Naturkosthandel, siehe Randnotiz).
Martin Fütterer, Horst Hartmann, Peter Gutting
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Eingeladen zu der Tagung waren Vertreter der Verbundwerbesysteme, WiN-Projektteilnehmer, interessierte Einzelhändler, weitere Großhändler sowie Medienvertreter. Für jedes Konzept stellten die Verantwortlichen ihre Ziele und Arbeitsweisen dar, anschließend sprachen Einzelhändler über ihre Erfahrungen. Wir fassen im Folgenden die Statements zusammen.
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Detlef Stoffel, Nieb, 330 bis 340 Läden. „Unsere Chance liegt in der Unterscheidung”, sagte mit Blick auf das Ökoprüfzeichen (ÖPZ) der Geschäftsführer der Marketingagentur MfN (Marketing für Naturkost). Diese setzt das Konzept im Auftrag von 13 Regionalgroßhändlern um. Überhaupt möchte Nieb (Naturkost is(s)t einfach besser) nicht den LEH imitieren, sondern Naturkost über konsequente, kompromisslose Qualität profilieren. Entsprechend gibt es kein Dauer-Niedrigpreis-Segment, die Werbematerialien setzen mehr auf Inhalte als auf den Preis. Verstärken will Nieb die Kundenbetreuung und Beratung. Es komme immer wieder vor, dass die Werbematerialien einfach unter der Theke liegen bleiben, berichtete Stoffel. Außerdem überlegt man bei Nieb, wie man das Geschmacksproblem in den Griff bekommen will. Denn wenn einem Händler das Material nicht gefalle, könne er auch nicht dahinter stehen. Die beste Möglichkeit ist daher in den Augen von Stoffel ein Baukastensystem, aus dem der Händler auswählen kann. Das Nieb-Konzept wendet sich an Fachgeschäfte mit Vollsortiment, die den BNN-Standards entsprechen sollen.